Neurowissenschaften

Gehirn_Neurowissenschaften

Unter Neurowissenschaften versteht man ganz allgemein die Untersuchung der Struktur und Funktion von Nervensystemen. In diesem Artikel gehe ich speziell auf das faszinierende Gebiet der Gehirnforschung ein. Dabei erkläre ich bestimmte Fachbegriffe wie Neuroplastizität oder Metakognition, aber auch Konzepte wie das des mentalen Probelaufs. Das Ziel dieses Artikels ist einen Auszug aus diesem Gebiet darzustellen, der im Alltag anwendbar und nützlich ist.

Das Gehirn als Artefakt

Unser Gehirn ist vergleichbar mit einem gigantischen biologischen Computer. Es verarbeitet extrem viele Daten in Form von Reizen, die es über unsere Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nerven, etc.) empfängt und speichert diese in Form von neuronalen Netzen ab. So kann man unser Gehirn auch als Ergebnis aller Erlebnisse und Erfahrungen sehen die wir jemals in unserem Leben gemacht haben - kurz unser Gehirn ist ein Artefakt.

In jungen Jahren verändert sich das Gehirn noch sehr stark. Es werden permanent neue neuronale Netze gebaut, verstärkt oder verworfen. Bei einem typischen erwachsenen Menschen kommt ab einem Alter von etwa 35 bis 40 Jahren dieser Prozess fast zum Erliegen - dieser Mensch hat schon für alle Situationen in seinem Alltag fertige und gut ausgebaute neuronale Netze. Auch sind bei einem solchen Menschen 95% seiner Gedanken die gleichen wie am Tag davor und doch wundern wir uns warum nichts Neues mehr in unserem Leben passiert.

Die spannende Frage ist, ob es daraus auch einen Ausweg gibt. Sie wird im nächsten Abschnitt beantwortet...

Neuroplastizität

Als Neuroplastizität wird die Fähigkeit des Gehirns bezeichnet auch noch in hohem Alter neue neuronale Netze zu bilden und sich zu verändern. Lange Zeit galt dies in der Wissenschaft als unmöglich, jedoch hat sich dieses Bild in den letzten Jahren durch intensive Forschung deutlich zum positiven verändert.

Die Quintessenz daraus besagt, dass es nie zu spät ist sich zu ändern oder etwas Neues zu lernen!

Metakognition

Metakognition ist unsere Fähigkeit die eigenen Gedanken zu beobachten. Dies unterscheidet uns Menschen von den Tieren. Es ist auch das, was es uns zusammen mit der Neuroplastizität erlaubt neue Routinen und Verhaltensmuster zu erlernen und Gewohnheiten zu durchbrechen - wir können unsere Gedanken beobachten und dann entscheiden anders zu handeln als wir es gewohnt sind.

Gedanken beeinflussen den Körper

Durch Forschung fand man heraus, dass Gedanken nicht nur das Gehirn beeinflussen, sondern auch direkt den Körper. So verglich man unter anderem zwei Gruppen von Studenten die täglich eine Stunde an einer Feder ziehen sollten um bestimmte Muskeln zu trainieren. Die erste Gruppe bekam die Feder mit nach Hause mit der Aufgabe jeden Tag eine Stunde zu trainieren. Die zweite Gruppe allerdings durfte nur ein paar mal an der Feder ziehen und sollte sich das Gefühl des Wiederstandes einprägen und fortan jeden Tag eine Stunde nur vorstellen zu trainieren ohne dabei eine physische Bewegung auszuführen.

Nach vier Wochen verglich man den Muskelzuwachs der beiden Gruppen und war mehr als erstaunt. Die Gruppe die tatsächlich mit der echten Feder trainiert hatte, hatte wie erwartet mehr Muskelmasse an den verwendeten Muskeln. Die zweite Gruppe jedoch ebenfalls um 30% - und das nur durch die reine Vorstellung.

Mentaler Probelauf

Mit dieser Grundlage macht auch das Konzept des mentalen Probelaufs nun vollständig Sinn. Dies praktizieren viele Spitzensportler vor Ihrem eigentlich Training oder Wettkampf. So stellt sich ein Profi-Golfer zum Beispiel vor dem eigentlichen Schlag vor, wie er den Ball perfekt trifft und dieser in exakt der richtigen Flugbahn direkt vor dem Loch landet. Ein Sprinter stellt sich vor wie er über die Ziellinie läuft und sieht dabei die Stoppuhr, auf der eine neue Rekordzeit zu sehen ist.

All diese Menschen nutzen die Unfähigkeit des Gehirns zwischen Vorstellung und Realität zu unterscheiden. Für Ihr Gehirn ist es egal, ob Sie tatsächlich mit dem Golfschläger zuschlagen, oder es sich nur vorstellen. Und der Körper bereitet sich darauf vor - genauso wie bei den Studenten mit der Feder. So erhöhen sich die Erfolgswahrscheinlichkeiten erheblich.

Experiment zum Selbstprobieren

Machen auch Sie sich dieses brillante Konzept zur nutze und probieren Sie es am besten einfach selbst aus. Nehmen Sie 3 Papierkügelchen oder knüllen Sie eine Zeitung zusammen. Nun werfen Sie diese aus einer Entfernung, die für Sie eine Herausforderung ist, in den Papierkorb und zählen wie oft Sie treffen. Nun machen Sie das ganze nocheinmal, aber vorher visualisieren Sie jedes mal einen perfekten Wurf in Gedanken und "Sehen" wie das Papierkügelchen exakt in der Mitte des Papierkorbs landet. Auch hier zählen Sie wie viele Treffer dabei waren. Vergleichen Sie nun Ihre Trefferstatistik und seien Sie gespannt...

Video

Was bedeutet das alles?

Nimmt man alle obigen Konzepte und Erkenntnisse zusammen, ergibt sich ein großes Potential, das jeder von uns in seinem Kopf trägt. Wir können so viel mehr aus unserem Leben machen als wir selbst für möglich halten - ob es sich nun um Gesundheit, Vitalität oder Reichtum handelt ist völlig unerheblich. Typische Ausreden wie "Dafür bin ich schon zu alt!" oder "Das kann ich nicht!" haben nicht länger bestand.

Literatur

Mein erstes Buch zu all diesen Themen war von Dr. Joe Dispenza. Er war für mich auf meinem Weg ein sehr großes Vorbild und dafür möchte ich mich bei Ihm gerne bedanken. Ich hoffe Sie können ebenso von seinem Wissen und seiner Erfahrung profitieren wie ich...

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